Projekte

 


Pilotprojekt: Maßnahmen zum nachhaltigen Schutz der heimischen Flusskrebsbestände vor invasiven gebietsfremden Flusskrebsarten

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Kurzbeschreibung:

Das Edelkrebsprojekt NRW führt von 2010 bis 2012 im Auftrag des Fischereiverbandes NRW ein Pilotprojekt durch, in dem Maßnahmen zum nachhaltigen Schutz der heimischen Flusskrebsbestände vor invasiven gebietsfremden Flusskrebsarten erprobt werden sollen. Neben der massiven Ausbreitung des Signalkrebses in vielen Gewässern Nordrhein-Westfalens und der zu erwartenden Einwanderung des Kalikokrebses hat die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie und die damit verbundene und grundsätzlich zu begrüßende Beseitigung von Wanderbarrieren bzw. den Einbau von Fischaufstiegsanlagen zu dieser Entscheidung beigetragen.

Darüber hinaus gibt es konkrete Hinweise, dass ein massives Auftreten von invasiven gebietsfremden Flusskrebsarten fischereiliche Ressourcen sowie Makrophyten und das Markozoobenthos schädigt. Nicht zu vernachlässigen sind auch indirekte wirtschaftliche Schäden, die v.a. durch die starke Grabtätigkeit gebietsfremder Arten zu befürchten sind.

Das Pilotprojekt ist in zwei Teilprojekte unterteilt:

Teilprojekt 1:

Möglichkeiten der Kontrolle und Nutzung von Signalkrebsbeständen im Gewässersystem Wupper

Teilprojekt 2:


Verhinderung der Ausbreitung von invasiven Flusskrebsarten durch fischpassierbare Krebssperren

Download:

Wir sind uns bewusst, dass wir mit diesem Projekt teilweise Neuland betreten und die erfolgreiche Umsetzung der ehrgeizigen Ziele sehr offen ist. Auch haben wir uns daran gewöhnt, von dem einen oder anderen etwas belächelt zu werden. Aber wir sind nicht bereit, die Hände in den Schoß zu legen und die Entwicklung einfach hinzunehmen.

Sollte jemand mit ähnlichen Projekten oder Ansätzen Erfahrung haben, würden wir uns über einen Kontakt sehr freuen. Gerne geben wir unsere Erfahrungen auch weiter.

Edelkrebsprojekt NRW
Dr. Haralds Groß (Projektleiter) und Susanne Vaeßen (Wissenschaftl. Mitarbeiterin)
Neustraße 7 – 53902 Bad Münstereifel
Tel.: 0 22 53 / 96 08 59 – Fax: 0 22 53 / 96 08 63
E-Mail: info@edelkrebsprojektNRW.de


 

 

 

 

 

Tagbeobachtung von sieben Signalkrebsen (rote Kreise) auf einer Fläche von ca. 3 m² im Wupper-System

 

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Kooperation mit dem Umweltzentrum Heerser Mühle e.V.:

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Kurzbeschreibung:

Die Kooperation mit dem Umweltzentrum Heerser Mühle geht auf die Initiative von Andreas Beerens zurück, der sich schon lange mit Flusskrebsen beschäftigt und seit mehreren Jahren als Kartierer im Edelkrebsprojekt mitarbeitet. Mit viel Eigenleistung sowie Hilfe des Projektes und lokaler Sponsoren hat er im Umweltzentrum ein Aquarium mit Edelkrebsen aufgestellt und ist weiterhin bemüht, auch andere Krebsarten hier lebend präsentieren zu können. Darüber hinaus bietet er über das Umweltzentrum Vorträge und Exkursionen zu diesem Thema an. Besonders Kinder und Jugendliche sind von diesem Thema und der Begegnung mit lebenden Flusskrebsen begeistert. Dies ist ein Paradebeispiel, dass auch ein lokales Engagement von Einzelpersonen, wie Andreas Beerens, sehr dazu beiträgt, die Ziele des Edelkrebsprojektes umzusetzen.

 

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Kooperation mit Biologischen Stationen:
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Kurzbeschreibung:

Mit den Biologischen Stationen im Regierungsbezirk Köln (Euskirchen, Aachen, Düren, Oberberg, Rhein-Sieg, Bonn, Rhein-Berg) bestehen intensive Kontakte. Neben Kartierer-Schulungen in den Räumlichkeiten der Stationen unterstützen die Biologischen Stationen das Projekt auch in vielfacher Hinsicht bei der Verbreitung von Informationen. In einzelnen Stationen wir darüber hinaus noch aktiv an der Erfassung von Flusskrebsbeständen mitgearbeitet. Neben eigener Untersuchungen werden auch die ehrenamtlichen Kartierer des Projektes durch die Stationen unterstützt. Das Projekt möchte sich hier nochmals für die gute Zusammenarbeit mit den Biologischen Stationen bedanken.

 
Kontakt: Anklicken für den externen Link! http://www.biostationeuskirchen.de
     
  Anklicken für den externen Link! http://www.biostation-dueren.de
     
  Anklicken für den externen Link! http://www.bs-aachen.de
     
  Anklicken für den externen Link! http://www.biostation-bonn.de
     
  Anklicken für den externen Link! http://www.biostation-rhein-sieg.de
     
  Anklicken für den externen Link! http://www.biostationoberberg.de
     
  Anklicken für den externen Link! http://www.biostation-dueren.de
     
  Anklicken für den externen Link Rhein-Berg http://nrw.nabu.de/m04/m04_01/01919.html
     
     
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Kooperation mit Ökotauchgruppe „Peringssee“:


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Kurzbeschreibung:

Vor zwei Jahren haben sich die Taucher der Betriebssportgruppe des RWE in Bergheim zur „Ökotauchgruppe“ zusammengeschlossen (Foto). Ein Ziel dieser Gruppe ist es, die Ökologie des Peringssees zu verbessern. So kam auch der Kontakt zum Edelkrebsprojekt NRW zustande. In einem ersten Schritt nahmen die Taucher an einer Schulung zum „Krebskartierer“ teil und haben anschließend das Gewässer systematisch nach Flusskrebsen abgesucht. Das Ergebnis ist, dass der Peringssee mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht von Flusskrebsen besiedelt ist. Dies eröffnet die Möglichkeit, in diesem Gewässer Edelkrebse anzusiedeln. Vorher wird die Tauchgruppe aber noch Daten erheben, um in Zusammenarbeit mit dem Edelkrebsprojekt NRW festzustellen, ob dieses Gewässer auch in anderer Hinsicht für den Edelkrebs geeignet ist.

 

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Kooperation mit der ARGE Ahr:


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Kurzbeschreibung:

Die ARGE-Ahr ist ein Zusammenschluss von Fischereiberechtigten der Ahr und ihrer Nebenbäche, dessen Hauptziel in der Wiedereinbürgerung von Lachs und Meerforelle sowie der Wiederherstellung der freien Durchgängigkeit der Ahr besteht. Erste Kontakte zwischen Projektleiter Harald Groß und Fischereiberechtigten der Ahr bestehen schon seit Beginn der Wiederansiedlung von Edelkrebsen in der „Oberen Ahr“ (siehe „Wiederansiedlung des Edelkrebses im Gewässersystem der Oberen Ahr“). Durch das massive Auftreten von Signalkrebsen in der Unteren Ahr entstanden auch Kontakte zu den dortigen Pächtern. Das Edelkrebsprojekt NRW ist seither bemüht, die Fischereiberechtigten über die Situation der Flusskrebse in der Ahr zu informieren. So konnte im Rahmen von Ausstellungen der ARGE-Ahr auch die Verbreitung der Flusskrebse vorgestellt werden (Abbildung). Weiterhin verfolgten viele interessierte Zuschauer bei der Eröffnung der Ausstellung in Blankenheim einem Vortrag zu diesem Thema (Foto). Im Gegenzug informieren die Fischereiberechtigten der Ahr das Edelkrebsprojekt über Fundmeldungen und die Entwicklung der Krebse in der Ahr. Möglicherweise sind durch diese Zusammenarbeit die teilweise auch autochthonen Edelkrebsbestände in der „Oberen Ahr“ auf Dauer vor der Invasion des Signalkrebses zu schützen.

 

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Kooperation mit der Stadt Aachen:

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Kurzbeschreibung:

Die Kooperation mit der Stadt Aachen begann durch den überraschenden Fund eines Edelkrebsbestandes in einem kleinen Fließgewässer mitten im Stadtgebiet durch unsere Kartiererinnen Susanne Vaeßen und Cecilia Plesken. Die ebenfalls im Gewässer vorhandenen Kamberkrebse konnten zusammen mit den ortsansässigen Anglern aus dem Gewässer entfernt werden. Durch diesen Fund auf die Flusskrebse aufmerksam geworden, entschloss sich die Stadt Aachen in Zusammenarbeit mit dem Edelkrebsprojekt NRW, die Gewässer im Stadtgebiet auf ein Vorkommen von Flusskrebsen zu überprüfen. Die erste Teiluntersuchung wurde 2006 durchgeführt. Dabei konnten neben Kamberkrebsvorkommen auch ein weiterer Edelkrebsbestand entdeckt werden.

Die Stadt Aachen ist durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit weiterhin bemüht, die Gefährdungssituation der heimischen Flusskrebse darzustellen und damit dem Aussetzen von nicht heimischen Arten entgegenzuwirken. Im Stadtgebiet Aachen stellen abgeschlossenen Stauteiche (Foto), die nicht von Kamberkrebsen besiedelt sind geeignete Ersatzlebensräume für Edelkrebse dar. In einem derartigen Gewässer soll versucht werden den heimischen Edelkrebs anzusiedeln, um so das Überleben der derzeit nur sehr kleinen Bestände zu sichern.

 

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Anklicken für den externen LinkKooperation mit „Jugend forscht“:
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Kurzbeschreibung:

Flusskrebse räumen bei „Jugend forscht“ ab

Eher unter dem Motte „Dabei sein ist alles!“ gestartet, räumten die in Zusammenarbeit mit dem damaligen Pilotprojekt Edelkrebs NRW an Edelkrebsen forschenden Schüler des St. Michael Gymnasiums (Benedikt Broich, Hendrick Nettersheim und Philipp Wegener) beim Kölner Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ richtig ab. Nicht nur, dass sie den Wettbewerb in ihrer Altersklasse gewannen, zusätzlich erhielten sie noch den Umweltsonderpreis und den Preis der Jugendjury.

Unter dem Titel „Flusskrebsforschung zur Wiederansiedlung in der Eifel“ hatten die Nachwuchsforscher untersucht, welche Verstecke von Edelkrebsen am liebsten aufgesucht werden. Jetzt wollen die Jungs mit neuen Ergebnissen auch beim Landeswettbewerb punkten.

Dieser, auch für das Edelkrebsprojekt NRW schöner Erfolg, zeigt wieder einmal wie begeistert das Thema „Flusskrebse“ von Kindern, Lehrern und Juroren aufgenommen wird. Der beim Regionalwettbewerb vorgelegte Untersuchungsbericht kann hier als pdf-Datei heruntergeladen werden.

 

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Kooperation mit dem Aquazoo Düsseldorf:
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Kurzbeschreibung:

Ende 2006 soll in Zusammenarbeit mit dem Edelkrebsprojekt NRW im Aquazoo Düsseldorf ein Aquarium (M15) mit dem heimischen Edelkrebs (Astacus astacus) eingerichtet werden. Dieses Aquarium befindet sich in direkter Nachbarschaft zu einem Aquarium (M11), in dem schon seit Jahren der Rote Amerikanische Sumpfkrebs (Procambarus clarkii) präsentiert wird. Eine Hinweistafel in Sichtweite der Aquarien informiert neben der Biologie des Edelkrebses auch über dessen Gefährdungssituation und rundet damit die Gegenüberstellung der beiden Arten ab. In diesem Bereich des Aquazoos sind weitere Neozoen unserer Gewässer zu sehen.

 

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Versuche zur Wiederansiedlung des Edelkrebses im Rahmen des LIFE-Projektes „Lebendige Bäche in der Eifel“:
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Kurzbeschreibung:

Das 2004 begonnene LIFE-Projekt „Lebendige Bäche in der Eifel“ hat das Ziel einer Wiederherstellung möglichst natürlicher Gewässersysteme. Im Zuge dieses Projektes soll mit Hilfe der HIT-Stiftung versucht werden, den historisch in diesen Gewässern lebenden Edelkrebs wieder anzusiedeln. Derzeit werden die Gewässer eingehend auf vorhandene Flusskrebsvorkommen und ihre Eignung als Wiederansiedlungsgewässer hin überprüft. Als zweiter Schritt ist dann der Besatz von aus der Region stammenden Edelkrebsen in geeigneten Gewässerabschnitten geplant.

Kontaktadresse:

Biologische Station im Kreis Euskirchen e.V.
Steinfelder Str. 10
53947 Nettersheim
Tel.: 0 24 86 / 9507-0
E-mail: life.baeche@biostationeuskirchen.de
www.life-baeche.de

 

 

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Kreisjugendwerk Gütersloh
 

Kurzbeschreibung:

Das Kreisjugendwerk Gütersloh hat auf seiner Internetseite unter „Einheimische Tiere in Gefahr“ den Text der Broschüre „Neobiota – Über Probleme mit eingeschleppten Pflanzen und Tieren“ des Edelkrebsprojektes veröffentlicht. Zusätzlich verteilen die Jugendlichen die Broschüren an die Zoofachgeschäfte der Stadt Gütersloh und helfen so dem Aussetzen nicht heimischer Tiere entgegenzuwirken..

Kontaktadresse:

Kreisjugendwerk der AWO Gütersloh
Hohenzollerstraße 28
33330 Gütersloh
Tel.: 05241 / 33 87 50
E-Mail: guetersloh@jugendwerk.net
http://gt.jugendwerk-owl.de

 

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Anklicken zum Vergrößern!Artenschutzprogramm Edelkrebs:
 

Kurzbeschreibung:

Seit 1976 führt die Landesanstalt für Ökologie, Bodenordnung und Forsten NRW (Abt. 5, Fischerei und Gewässerökologie) Wiederansiedlungen des Edelkrebses durch. Bis 1998 wurden mehr als 10.000 Edelkrebse aus stabilen Populationen entnommen und in geeignete Bäche und Seen ausgesetzt. So konnten die nur noch 16 bis dahin in NRW bekannten Edelkrebsbestände auf 73 erhöht werden. Nur wenige dieser Bestände sind aber als stabil einzuschätzen, da die Ansiedlung von Edelkrebsen sehr kompliziert ist.

Literaturquelle:

- G. Feldhaus (1994): Merkblatt zum Fischartenschutz Edelkrebs.- Hrsg.: Landesanstalt für Fischerei NRW, 5 S.
-
Anonymus (1998): 10000 Edelkrebse in Talsperre im Bergischen Land.- LÖBF-Mitteilungen Nr. 3, 4 – 5.

Kontaktadresse:

LÖBF
Abt. 5 (Fischerei und Gewässerökologie)
Heinsbergerstr. 53
57399 Kirchhundem-Albaum
Tel.: 0 27 23 / 779-0
E-mail: abteilung5@loebf.nrw.de

 

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Anklicken zum Vergrößern!Artenschutzprojekt Edelkrebs:
 

Kurzbeschreibung:

Zwischen 1998 und 2002 wurde das Artenschutzprojekt Edelkrebs unter der Trägerschaft des Landesfischereiverbandes Westfalen und Lippe e.V. durchgeführt. In Kooperation mit zwei Teichwirtschaften wurden Edelkrebse aus Wildbeständen der Region Ostwestfalen-Lippe zwischenvermehrt. In 17 vorher auf die Eignung überprüfte Ansiedlungsgewässer (Teiche, Baggerseen und Bäche) wurden Jungkrebse eingesetzt. Neben der Wiederansiedlung wurde durch eine umfassende Information relevanter Personengruppen über Flusskrebse und die Gefahren der Krebspest ein Beitrag zum Fortbestand der heimischen Flusskrebse geleistet.

Literaturquelle:

- C. Burk (2004): Artenschutzprojekt Edelkrebs.- Schriftenreihe des Landesfischereiverbandes Westfalen und Lippe e.V., Band 5, ISBN 3-9809545-0-1 (Vertrieb über den Landesfischereiverband).

Kontaktadresse:

Landesfischereiverband Westfalen und Lippe e.V.
Von-Vincke-Str. 4
48143 Münster
Tel.: 0 25 1 / 56 61 8
E-mail: info@lfv-westfalen.de

 

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Wiederansiedlung des Edelkrebses im Gewässersystem der Oberen Ahr:
 

Kurzbeschreibung:

Im Rahmen des Naturschutzgroßprojektes Ahr 2000 (www.ahr-2000.de, www.bfn.de/02/0203.htm) erfolgte zwischen 1999 und 2004 der Versuch, Edelkrebse in den Nebengewässern der Oberen Ahr anzusiedeln. Durch diese Maßnahme soll die Gefahr eines Aussterbens des Edelkrebses verringert werden, da dessen Bestand im Gewässersystem der Oberen Ahr lediglich noch aus einem Reliktvorkommen mit ca. 500 Tieren besteht. Zur Zucht der Besatzkrebse wurden Elterntiere aus diesem Restbestand entnommen. Nach der Eignungsprüfung aller in Betracht kommender Gewässer wurden die gezüchteten Edelkrebse in den drei geeignetsten Bachläufen ausgesetzt. Um den Erfolg der Besatzmaßnamen festzustellen, fanden regelmäßige Überprüfungen der Besatzgewässer statt.

Literaturquelle:

- Trefz, B. & H. Groß (1996): Populationsökologische Untersuchungen zweier Edelkrebsvorkommen als Grundlage für den Artenschutz. - Natur und Landschaft, 71 (10), 423 – 429.
- Fleuter, C., Josten, H. & Persch, G. (1994): Errichtung und Sicherung schutzwürdiger Teile von Natur und Landschaft mit gesamtstaaatlich repräsentativer Bedeutung Projekt: Ahr 2000, Nordrhein-Westfalen. - Natur und Landschaft, 69 (7/8), 343 349.

Kontaktadresse:

Kreis Euskirchen
Abt. 60 -Umweltschutz-
Jülicher Ring 32
53877 Euskirchen
Tel.: 0 22 51 / 15-567
www.kreis-euskirchen.de

 

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Ansiedlung des Steinkrebses in geeigneten Gewässern des Siebengebirges:
 

Kurzbeschreibung:

Im Auftrag der LÖBF fand 1999 eine Untersuchung der zwei einzigen bekannten Steinkrebsvorkommen in NRW zur Abschätzung des Gefährdungsstatus statt. Im Jahre 2001 wurden die Fließgewässer des Siebengebirges auf ein mögliches Vorkommen des Steinkrebses und ihre Eignung zur Wiederansiedlung dieser für NRW vom Aussterben bedrohten Tierart überprüft. Seit 2003 wird der Steinkrebs in NRW im Rahmen dieses Artenhilfsprogramms gezüchtet und in drei geeigneten Gewässern des Siebengebirges wieder angesiedelt. Die Entwicklung in den Ansiedlungsgewässern wird durch Kontrollen dokumentiert.

Literaturquelle:

- Groß, H. (2002): Artenhilfsprogramm Steinkrebs. LÖBF-Mitteilungen Nr. 4, 18 – 20.
- Groß, H. (2003): Untersuchungen zum Vorkommen des Steinkrebses in NRW. Decheniana 156, 297 – 307.

Kontaktadresse:

LÖBF
Abt. 5 (Fischerei und Gewässerökologie)
Heinsbergerstr. 53
57399 Kirchhundem-Albaum
Tel.: 0 27 23 / 779-0
E-mail: abteilung5@loebf.nrw.de

 

Wenn Sie möchten, dass auch Ihr Flusskrebsprojekt aus NRW hier kurz vorgestellt wird, dann senden Sie uns eine Kurzbeschreibung, mögliche Literaturquellen, eine Kontaktadresse und ein Foto!
 

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